Die Fülldrahtelektrode ist ein Verbrauchsmaterial für das Lichtbogenschweißen mit kontinuierlicher Zuführung, das aus einer metallischen Hülle besteht, die einen Kern aus Flussmittel oder Metallpulver enthält. Zu dieser Produktfamilie gehört die gaslose oder selbstschützende Fülldrahtelektrode, die durch das Schmelzen ihres Kerns den erforderlichen Schutz erzeugt und keine externe Gaszufuhr benötigt.
Was ist eine gasfreie Fülldrahtelektrode?
Die gasfreie Fülldrahtelektrode, auch als selbstschützend bezeichnet, erzeugt beim Schmelzen des Flussmittelkerns während des Lichtbogens seinen eigenen chemischen und gasförmigen Schutz, sodass weder eine Gasflasche noch ein externer Gasdurchflussmesser erforderlich sind. Der Prozess wird mit Gleichstrom durchgeführt und erzeugt eine Schlackeschicht, die die Schweißnaht während des Abkühlens schützt, ähnlich wie die Ummantelung einer Elektrode.
Unterschied zu anderen Arten von Fülldrahtelektroden
Nicht alle Fülldrahtelektroden funktionieren gleich. Metallkern-, Rutil- und Basisdraht benötigen externes Schutzgas, um die Schweißnaht korrekt zu bilden, während selbstschützender Draht gänzlich darauf verzichtet:
Art der Fülldrahtelektrode | Erfordert Schutzgas | Typische Anwendung |
| Metallkerngewinde | Ja | Konstruktionen und Arbeiten mit hoher Produktivität |
| Rutil | Ja | Flache Lage, gute Nahtqualität |
| Basisch | Ja | Verbindungen mit höheren mechanischen Anforderungen |
Selbstschützend (ohne Gas) | Nein | Arbeiten im Außenbereich, auf Baustellen oder in Bereichen ohne Gasversorgung |
Vorteile der gasfreien Fülldrahtelektrode
Da es nicht auf Flaschengas angewiesen ist, erweist sich das gaslose Verfahren mit Fülldrahtelektroden als praktischer bei Bauarbeiten, Wartungsarbeiten vor Ort oder im Freien, wo es dem Wind ausgesetzt ist und ein Luftzug das Schutzgas verdrängen und Porosität in der Schweißnaht verursachen könnte. Außerdem vereinfacht es den Aufbau der Ausrüstung, da der Transport von Gasflaschen entfällt, und erleichtert die Arbeit in schwer zugänglichen Bereichen.
Demgegenüber erzeugt er in der Regel mehr Rauch und Spritzer als ein gasgestütztes Verfahren, und seine Oberflächenbeschaffenheit ist etwas weniger sauber, weshalb er vor allem bei Konstruktionen und Arbeiten zum Einsatz kommt, bei denen die Funktionalität Vorrang vor der ästhetischen Optik hat.
Wann sollte man gasfreie Fülldrahtelektroden wählen?
Bei Arbeiten im Freien, auf Baustellen oder in Umgebungen, in denen eine Gasversorgung nicht möglich ist oder der Wind den Schutz des Schmelzbades beeinträchtigen könnte, empfiehlt sich die Verwendung von gasfreiem Fülldraht. Für Arbeiten in der Werkstatt unter kontrollierten Bedingungen, bei denen die Oberflächenqualität der Schweißnaht im Vordergrund steht, liefert ein gasgeführter Fülldraht oder eine Massivdrahtelektrode in der Regel bessere Ergebnisse.
Bei CHAVESBAO führen wir das Äquivalent zu E71T-11, eine selbstschützende Fülldrahtelektrode gemäß der europäischen Norm UNE-EN ISO 17632-A, erhältlich in den Durchmessern 0,9, 1,2 und 1,6 mm für den Einsatz bei Gleichstrom ohne Schutzgas. Sehen Sie sich die Kategorie „Fülldrahtelektrode“ an und klären Sie mit unserem technischen Team, welche Artikelnummer am besten zu Ihrem Prozess und Ihren Arbeitsbedingungen passt.












