Obwohl sie oft unbemerkt bleibt, ist die Mutter für eine feste und dauerhafte Verbindung unerlässlich. Ihre Aufgabe ist es, die Schraube zu ergänzen, den konstanten Anzug zu gewährleisten und den Zug- oder Vibrationsbelastungen standzuhalten, denen eine Befestigung ausgesetzt ist.
Die wichtigsten Arten von Muttern, die in der Industrie und im Bauwesen verwendet werden
Dies sind die gängigsten Mutternarten, ihre Normen, technischen Eigenschaften und üblichen Verwendungszwecke.
Sechskantmuttern: das universellste Modell. Ihre Form ermöglicht ein festes Anziehen mit einem Schraubenschlüssel oder Steckschlüssel und eine gute Drehmomentübertragung. Hergestellt aus Stahl oder rostfreiem Stahl A2/A4 und in den Festigkeitsklassen 8 oder 10. Anwendungen: Metallkonstruktionen, Maschinen und Industrieanlagen.
Selbstsichernde Muttern: Sie verfügen über einen Nylonring oder eine Metallverformung, die ein Lösen durch Vibration verhindert. Sie ersetzen Federscheiben oder chemische Befestigungsmittel. Anwendungsbereiche: Automobilindustrie, Landmaschinen und Geräte mit ständiger Vibration.
Strukturmuttern: Sie wurden für vorgespannte Verbindungen in Stahlkonstruktionen entwickelt und bieten eine größere Höhe und eine robustere Konstruktion als eine Standard-Sechskantmutter, wodurch die Kraftverteilung und das Verhalten unter hohen Belastungen verbessert werden. Sie werden in Metallkonstruktionen, Industriehallen, Brücken und Stützen verwendet, wo mechanische Festigkeit und langfristige Zuverlässigkeit von entscheidender Bedeutung sind.
Sicherungsmuttern: vollständig aus Metall, mit kontrollierter Verformungssicherung. Temperatur- und verschleißfest. Anwendungen: Motoren, Auspuffanlagen und Maschinen mit hoher Wärmeentwicklung.
Blindmuttern: Sie verschließen das Ende der Schraube und schützen das Gewinde vor Feuchtigkeit, Staub oder Stößen. Außerdem sorgen sie für ein sauberes und ästhetisches Finish.
Flügelmuttern: Zum manuellen Anziehen und Lösen ohne Werkzeug. Ermöglichen eine schnelle Montage und häufige Einstellungen.
Vierkantmuttern: Sie bieten eine größere Auflagefläche und verringern das Risiko des Verdrehens in bestimmten Gehäusen. Anwendungsbereiche: Metallbau, Leichtbaukonstruktionen oder Montagen mit U-Profilen.
Lange Mutter oder Verbindungsmutter (DIN 6334)
Verbindungsmuttern: verbinden zwei Gewindestangen und halten sie in der richtigen Ausrichtung. Anwendungen: Aufhängungssysteme, Leitungen und Tragkonstruktionen.
Schweißmutter (DIN 928 / DIN 929)
Schweißmuttern: Für Punkt- oder Lichtbogenschweißen konzipiert, um dauerhafte Verbindungen herzustellen. Anwendungsbereiche: Fahrgestelle, Rahmen und feste Metallkonstruktionen.
Nutmuttern: Mit einem Stift versehen, der ein Lösen auch bei Verdrehung verhindert. Anwendungsbereiche: Wellen, Lenksysteme und Schwermaschinen.
Flanschmuttern: gezahnte oder glatte Basis, die die Last verteilt und die Verwendung einer Unterlegscheibe überflüssig macht. Anwendungsbereiche: Automobilindustrie, Leichtbaukonstruktionen und Schnellbefestigungen.
Niet- oder Einpressmutter
Blindnietmuttern: Erzeugen ein widerstandsfähiges Gewinde in Blechen oder dünnen Materialien. Werden mit einem Nietgerät angebracht. Anwendungsbereiche: Karosserien, Metallbau, Verkleidungen und Umzäunungen.
Am häufigsten verwendete Materialien und Oberflächen
Die Muttern werden je nach Einsatzumgebung aus verschiedenen Materialien und mit unterschiedlichen Beschichtungen hergestellt:
- Verzinkter Stahl: Grundlegender Korrosionsschutz für den Innenbereich.
- Edelstahl A2: Hohe Feuchtigkeits- und Oxidationsbeständigkeit, ideal für den Außenbereich.
- Edelstahl A4: Besserer Schutz in maritimen oder chemischen Umgebungen.
- Messing oder technische Polymere: Elektrische, leichte oder dekorative Anwendungen.
Wie man die richtige Mutter auswählt
Die richtige Auswahl der Mutter gewährleistet Sicherheit und Langlebigkeit. Beachten Sie diese wichtigen Aspekte:
Kompatibilität mit der Schraube
Das Gewinde (metrisch, fein, UNC oder UNF) und die Festigkeitsklasse (z. B. 8.8 oder 10.9) müssen übereinstimmen. Eine minderwertige Mutter kann sich früher verformen und die Verbindung beeinträchtigen.
Einsatzbedingungen
- Verwenden Sie in Umgebungen mit Vibrationen selbstsichernde Muttern oder Sicherheitsmuttern aus Metall.
- Vermeiden Sie bei hohen Temperaturen Nylon und wählen Sie Metallausführungen.
- Entscheiden Sie sich in feuchten oder korrosiven Umgebungen für Edelstahl A2 oder A4.
Art der Montage
- Bei dauerhaften Verbindungen bieten schweißbare Muttern maximale Sicherheit.
- Bei häufigen Einstellungen wählen Sie Flügelmuttern oder Flanschmuttern.
- Bei sichtbaren Montagen verbessern Blindmuttern den Schutz und die Ästhetik.
Lastverteilung
Bei weichen Materialien oder Materialien mit geringer Auflagefläche verteilen Vierkantmuttern oder Flanschmuttern die Last besser und verhindern Verformungen.
Einhaltung von Normen
Wählen Sie DIN- oder ISO-Muttern, die Kompatibilität und gleichbleibende Qualität gewährleisten.
Die richtige Mutter macht den Unterschied
Die Wahl der richtigen Mutter ist kein nebensächliches Detail: Von ihr hängen die Sicherheit und Zuverlässigkeit jeder Verbindung ab.
Bei CHAVESBAO finden Sie ein umfassendes Sortiment an DIN- und ISO-Muttern in verschiedenen Materialien, Ausführungen und Verriegelungssystemen, die den Anforderungen der Industrie, des Bauwesens und des Maschinenbaus gerecht werden.


























































































