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Die Drahtsorten für Stahl mit hoher Streckgrenze sind für das Schweißen von niedriglegierten und feinkörnigen Stählen vorgesehen, deren Eigenschaften denen herkömmlicher Baustähle überlegen sind. Sie kommen im Stahlbau, im Maschinenbau, bei Offshore-Anwendungen sowie bei Anlagen für die chemische und petrochemische Industrie zum Einsatz.
Diese Kategorie umfasst Drähte mit Legierungen aus Nickel, Chrom und Molybdän für Konstruktionen, die hohen Belastungen ausgesetzt sind. Zu den verfügbaren Optionen gehört der Draht ER100S-G, geeignet für Werkstoffe mit einer Mindeststreckgrenze von 620 MPa, sowie der Draht ER110S-G, geeignet für Anwendungen mit höheren mechanischen Anforderungen und Stoßbelastungen bei niedrigen Temperaturen.
Beide Typen können je nach Klassifizierung des Schweißzusatzes und den im Schweißverfahren festgelegten Bedingungen mit Argon-CO₂-Gemischen oder mit reinem CO₂ verwendet werden.
Die Auswahl hängt von der Festigkeit des Grundstahls, der Werkstückdicke, der erforderlichen Zähigkeit und der Betriebstemperatur ab. Diese Drähte sind gemäß der Norm EN ISO 16834 klassifiziert.